IMPACT REPORT 2025 | Laureus Sport for Good Germany, Austria
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Wenn du es am Spielfeld schaffst, schaffst du es im Privatleben erst recht.

»Wenn du es am Spielfeld schaffst, schaffst du es im Privatleben erst recht.« Sport ist weit mehr als nur Bewegung – er ist ein Ventil zum Lernen und ein Spiegel für das echte Leben. Genau das beweist das von Laureus Sport for Good geförderte Programm Life Goals jeden Tag in den Klassenzimmern.

Ein Bericht von Andreas, Lehrer und Life-Goals-Multiplikator. 


2016 habe ich Ingo beim Fußballspielen kennengelernt. Seit fast neun Jahren spielen wir zusammen beim Verein Play Together Now. Ich schätze seine offene und wertschätzende Art. Immer wieder hat er mir vom Projekt Life Goals erzählt und davon, wie dabei Sport als Ventil zum Lernen genutzt wird. Von diesem Zugang war ich sofort überzeugt. Ich selbst kann als langjähriger Fußballer beim Spielen total abschalten. Gleichzeitig zeigt Sport auch Probleme auf. Man geht an seine Grenzen, verliert vielleicht die Nerven. Das macht auch bei Kindern Verhaltensmuster sichtbar. Deshalb wollte ich Life Goals in meiner Klasse umsetzen. 

Seit zwölf Jahren bin ich Lehrer an einer Wiener Mittelschule. Ursprünglich wollte ich Soziale Arbeit studieren, aber ich habe die Aufnahmeprüfung damals nicht bestanden. Deswegen habe ich an der pädagogischen Hochschule Mathematik und Geschichte studiert. Das hat mir dann so gefallen, dass ich dabei geblieben bin. Später habe ich noch eine Ausbildung für Sport als Drittfach abgeschlossen. Zum Lehrberuf bin ich also durch Zufall und Glück gekommen. Es ist ein Spagat zwischen Wissensvermittlung und sozialem Engagement. Ich freue mich, wenn ich die Kinder dabei unterstützen kann, eine vielversprechende Zukunft aufzubauen. Andererseits geben sie mir auch etwas zurück. Kinder haben eine andere Weltanschauung als Erwachsene. Das kann sehr erfrischend sein. 

Vor vier Jahren habe ich Life Goals zum ersten Mal mit einer ersten Klasse ausprobiert. Sie wird heute noch regelmäßig von den Life-Goals-Coaches begleitet. Auch meine dritte Klasse ist seit drei Jahren dabei. In einer Konferenz habe ich auch anderen Lehrkräften von dem Projekt erzählt. Alle, die interessiert waren, sind mittlerweile mit den Coaches verbunden. Dass das so einfach und unkompliziert geht, finde ich wirklich cool. 

Die Einheiten haben eine klare Struktur mit Übungsteil und Reflexionsteil. Wenn man möchte, kann man es auch gut selber umsetzen. Aber manchmal hat man vorher Gangaufsicht oder nicht genug Zeit, im Turnsaal alles aufzubauen. Deshalb bin ich sehr dankbar für die Unterstützung von Life Goals. Es hilft, dass jemand kommt und den Workshop umsetzt. Zudem erkenne ich von außen Dinge, die mir sonst entgehen. Man bekommt viel von der Klassenstruktur und den Dynamiken mit.  

Am meisten beeindruckt mich das Feuer, mit dem die Coaches in die Klassen gehen. Wenn zum Beispiel Lina oder Ingo auf die Schüler und Schülerinnen treffen, versprühen sie eine ganz besondere Ausstrahlung. Sie brennen für die Sache und das überträgt sich auf die Kinder. Das ist es, was es ausmacht. 

Sport fördert viele Kompetenzen. Ideal ist, wenn es dann noch gelingt, diese ins echte Leben mitzunehmen. Beim Sport ist man erschöpft, emotionaler, reizbarer. Es ist viel wert, wenn du weißt, wie du dir Ziele setzt oder mit anderen kommunizierst. Wenn du es am Spielfeld schaffst, dann schaffst du es im Privatleben erst recht. Irgendwann ist die Schule aus, man wächst aus gewissen Dingen heraus, der eigene Rucksack wird vielleicht ein wenig kleiner. Genau auf diese Fähigkeiten kann man dann zurückgreifen.

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