Werteserie: Verantwortungsbewusstsein

Allgemein, Blog

23.06.2016

Im bundesweiten Laureus Sport for Good Projekt Kicking Girls können Mädchen nicht nur in Schul-AGs Fußball spielen, sondern auch Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen. Als Coaches unterstützen sie die AG-Leiter beim Training, leiten das Aufwärmen an und sind Vorbilder für die jüngeren Teilnehmerinnen.

Hi! Mein Name ist Hatice Bozkurt, ich bin 16 Jahre alt und vor etwa zwei Jahren habe ich an der von Laureus Sport for Good geförderten Coach-Ausbildung teilgenommen. Seitdem begleite ich Lehrkräfte und FSJ’ler regelmäßig bei einer Mädchenfußball-AG und es macht mir bis heute riesigen Spaß mit Kindern zu trainieren und ihnen die Freude am Sport und der Bewegung zu vermitteln. Doch selbstverständlich trage ich in meiner Funktion auch eine gewisse Verantwortung!

Zu jeder Zeit muss man auf die Teilnehmerinnen achten und aufpassen, dass sich niemand verletzt. Sollte dies dann unglücklicherweise doch vorkommen, so bin ich dazu verpflichtet, dem Kind schnellstmöglich zu helfen – auch wenn es nur das Behandeln einer kleinen Schürfwunde oder das Besorgen eines Kühlpacks ist.

In der Zeit als Coach habe ich gelernt, dass man nichts in einer AG auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gerade in der Arbeit mit Kindern kann vieles schnell schief gehen, sollte man nicht auf diese achten. Es könnte ihnen jeden Moment etwas Unvorhersehbares passieren.

Verantwortung ist ein sehr wichtiger Aspekt meiner Arbeit, vor allem, weil es sich bei unseren Mädchen um jüngere Personen als mich selbst handelt.

Verantwortung und das Bewusstsein, diesen Wert bei mir zu haben, trage ich immer – sowohl in meiner Freizeit beim Spazieren mit meinen kleineren Geschwistern als auch mit den Kids bei der AG. Man muss sich stets seiner Vorbildfunktion bewusst sein!

Auch versuchen wir Coaches den Kindern spielerisch zu zeigen, wie man Verantwortung in einem Team trägt. Das heißt natürlich in allen Lagen eines sportlichen Wettkampfes zusammenzuhalten – egal ob bei Sieg oder Niederlage, es geht immer nur als Team.

Mir ist bewusst geworden, dass es keinen Sinn macht, etwas zu tun, obwohl es einem keine Freude bereitet. Daher ist es toll und erfüllt mich mit Stolz, meine Freizeit mit solch einem super Hobby gestalten zu können. Man lernt immer wieder etwas Neues dazu, sei es nun negativ oder positiv.

Wir – meine Freundinnen, die gemeinsam mit mir als Coach arbeiten und ich – sind durchweg zufrieden und hoffen, dass alles so bleibt wie es ist: Mit viel Spaß und Freude am Ball, denn das ist das Wichtigste!!!

Autorin:
Vor zwei Jahren absolvierte Hatice Bozkurt (16) die Ausbildung zum Junior-Coach an der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach. Nach einem interessanten und lehrreichen Jahr in der Regenbogenschule betreut sie seit diesem Jahr – gemeinsam mit einem FSJ’ler und zwei weiteren Coach-Freundinnen – die Mädchenfußball-AG der Sterntalerschule, einer Grundschule in Dietzenbach.
 

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On Juni 23, 2016
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