Werteserie: Respekt

Allgemein, Blog

30.06.2016

Respekt statt Kriminalität: Das Berliner Projekt bietet Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten eine Alternative zu Gewalt, Drogen und Kriminalität. Im Training powern sich die Kids aus und erlernen Werte wie Disziplin, Respekt und Zielstrebigkeit. In unserer Werteserie erzählt Teilnehmer Melvin, was ihm Respekt bedeutet.

Mein Name ist Melvin Kahrimanovic. Ich bin 17 Jahre alt und seit fünf Jahren Mitglied der Neuköllner Sportsfreunde, in der Abteilung der Boxen. In dieser Zeit wurde ich Berliner Meister und zweimal Berliner Vizemeister. Ich hoffe, dass ich weiterhin an diesen Erfolgen anknüpfen und meine Leistungen auch in Zukunft weiter steigern kann.

Beim Boxtraining wurde mir weitaus mehr beigebracht als das Boxen selbst. Egal, ob klein, groß, jung oder alt: Respekt steht an oberster Stelle. Auch wenn es bei mir am Anfang einige Probleme gegeben hat, ist mir mittlerweile bewusst, dass ohne Disziplin und Respekt nichts geht. Respekt bedeutet für mich, anderen Vereinskameraden und Trainern zu zuhören, nicht ins Wort zu fallen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen und Ratschläge von anderen an zu nehmen.

Das Thema Respekt spielt aber auch im Ring eine große Rolle. Zum Beispiel geht es beim Sparring nicht darum, den anderen zu Boden zu hauen, so wie es mir früher wichtig war. Im Sparring geht es darum, von einander zu lernen oder anderen etwas bei zu bringen und das geht nur mit gegenseitigen Respekt.

Bei Respekt geht es auch um Anerkennung und Gleichbehandlung – egal, wie ein Mensch ist oder welche Religion er hat. Respekt ist ein Geben und Nehmen. Wenn ich, zum Beispiel, noch irgendwo Wissenslücken habe oder eine Übung beim Training falsch mache, dann wird mir sofort geholfen. Genauso, wie ich mein Wissen weitergebe und auch anderen Sportlern Tipps gebe, wenn ich etwas sehe, was besser gemacht werden kann.

Ohne Respekt wäre das alles nicht möglich und es würde überhaupt keine Disziplin herrschen. Das würde den Sport und das Training unmöglich machen.

Diesen Respekt und die Disziplin, die man beim Boxen erlernt, hilft einem auch im Alltagsleben weiter. Z.B.in der Schule, die von den meisten Boxern aus unserem Verein noch besucht wird.

 
Autor:
Melvin (17) boxt seit fünf Jahren beim Laureus Sport for Good Projekt KICK im Boxring. In der Zeit hat er nicht nur Meistertitel errungen, sondern auch gelernt, dass Respekt ein Geben und Nehmen ist und im Projekt an oberster Stelle steht.

Weitere Blogbeiträge zu dieser #SPORTFORGOOD Werteserie finden Sie unter nachfolgendem Link:

 

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On Juni 30, 2016
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