KICK on Ice

Blog, Projekte

08.05.2014

Ein Freitagabend im Februar. Auf der Freiluft-Eisfläche in Berlin-Lankwitz ist es mal wieder spürbar kälter als in der gesamten übrigen Stadt. Dass das von den Kids hier jedoch keinen stört, dafür wissen wir Trainer schon zu sorgen. Denn während viele ihrer Altersgenossen feiern gehen oder einfach durch die Gegend ziehen, schwitzen die Eishockeyspieler und -spielerinnen des von Laureus unterstützen Projekts KICK on Ice jeden Freitag zweieinhalb Stunden lang beim Training.

Mit Anfänger-Einheiten, den Girls-Only-Zeiten oder beispielsweise dem Mannschaftstraining ist dafür gesorgt, dass für jeden das Richtige dabei ist. Für mich als Trainer bedeutet das natürlich, eine ganze Reihe an unterschiedlichen Übungen parat zu haben, die ich an das jeweilige Niveau der Spieler anpassen kann. Wenngleich ich 4-mal pro Woche auf dem Eis stehe und inzwischen bei F.A.S.S. – Berlin zur Regionalliga-Mannschaft gehöre, ist das für mich immer noch etwas Besonderes. Denn vor kurzer Zeit gehörte ich selbst noch zu den KICK-Spielern.

Meine „Karriere“ habe ich hier im Projekt erst vor sechs Jahren bei den Mannschaften „Flying Pucks“ und den „Puckhuntern“ begonnen. Damals war sogar das Schlittschuhlaufen noch ein Problem für mich. Doch mit viel Ehrgeiz und dank der guten Tipps der Trainer konnte ich mich stetig verbessern. Eishockey erfordert Schlittschuhlaufen, Stickhandling, Schnelligkeit, Spielverständnis und vor allem Teamgeist. Es bedarf vieler Trainingseinheiten und Geduld, um diese Fertigkeiten miteinander zu verbinden und sich weiterzuentwickeln. Genau diese Geduld versuche ich nun weiterzugeben.

Als ich im Winter 2012 erstmals gefragt wurde, ob ich nicht eine Trainingseinheit leiten könne, hatte ich große Bedenken. Stand ich doch vor kurzem selbst noch als Spieler auf dem Eis und brachte keinerlei Erfahrungen als Trainer mit. Es war eine große Umstellung plötzlich vor einer Gruppe junger Spieler zu stehen. Doch die Erfahrungen bei KICK on Ice halfen mir, die Trainingseinheit zu meistern. Ich bekam sogar ein positives Feedback der Spieler, worüber ich mich sehr freute.

Im Sommer 2013 erfolgte dann die feste Anstellung als Trainer. Mittlerweile ist die Nervosität verflogen und es macht sehr viel Spaß zu sehen, wie die Jugendlichen sich stetig verbessern, an sich arbeiten und an ihre Grenzen gehen. Ich bin sehr froh darüber, diese Chance durch das Projekt bekommen zu haben. Mir wurden Fairness, Ehrgeiz und Teamgeist vermittelt. Ohne KICK on Ice hätte ich diese Möglichkeit wahrscheinlich niemals gehabt.

Darum wünsche ich mir, dass dieses Projekt weiterhin bestehen bleibt, um noch mehr Jugendlichen den Spaß am Eishockey zu näherzubringen. Denn für mich ist und bleibt Eishockey der beste Sport der Welt.

Autor:
Philipp Frank, genannt Franky, ist seit sechs Jahren bei KICK on Ice, erst als Spieler, inzwischen als Trainer. Wenn er mal nicht auf dem Eis steht und seine Erfahrungen an die jüngeren Spieler weiter gibt, studiert er in Berlin Philosophie/Ethik sowie Geschichte auf Lehramt.

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On Mai 8, 2014
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