Digitalisierung im Sport move&do Stuttgart

Digitalisierung im Sport bei move&do in Stuttgart

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26.03.2018

Digitalisierung gilt in der Wirtschaft als Revolution. Revolutionär war auch das Entwicklerteam, das Anfang März Ideen für die Digitalisierung eines Stadtspieles für Stuttgart erarbeitete: 20 Werkrealschüler und –schülerinnen sowie 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Daimler Financial Services (DFS) arbeiteten einen Tag lang Hand in Hand. Dieser Innovationstag war Teil des Programms des Laureus Sport for Good Förderprojekts move&do und zeigt, dass auch Digitalisierung im Sport eine Rolle spielt.

„Der Vormittag war recht sportlich.“

Denn die 20 Schüler und Schülerinnen aus Stuttgart Gablenberg und die 20 Designer und IT-Entwickler vom Finanzdienstleister DFS sollten das alte Stadtspiel von move&do mithilfe der Design Thinking Methode genau unter die Lupe zu nehmen. Bei diesem Problemlösungsansatz zur Entwicklung neuer Ideen betrachtet man die Lösung aus der Anwendersicht. Damit soll das Projekt gesteuert und die Produktentwicklung sich möglichst nahe am „Kundenbedürfnis“ orientieren.

Auf der Jagd nach der besten Lösung suchten daher acht gemischte Gruppen nach alten Gebäuden, tauschten Gegenstände und bezogen Passanten mit in die Lösung der Aufgaben ein. Nach der Siegerehrung, bei dem das Team „Mercedes“ als Sieger gefeiert wurde, gab es eine gemeinsame Mittagspause am Schillerdenkmal.

Der Austausch zwischen Schülern und den Mitarbeitern des Finanzdienstleisters passt genau zum Ansatz des Programms move&do, das schon seit fast zwölf Jahren junge Menschen in Stuttgart in ihrem Selbstbewusstsein stärkt und deren Sozialkompetenz fördert. In gemeinsamer Trägerschaft von Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhausgesellschaft arbeitet move&do an der Schnittstelle von Sport und Sozialem.

Am Nachmittag trugen sechs Arbeitsgruppen die gesammelten Erfahrungswerte im Stuttgarter Rathaus zusammen. Nach einer kurzen Ideenphase wurden erste Prototypen erstellt und im Mittleren Sitzungssaal des Rathauses gegenseitig präsentiert. Dies fand auch Interesse bei Dr. Martin Schairer, dem Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, der die Teilnehmer begrüßte:

„Wie spannend ist das denn, Werkrealschüler/innen und Daimler Financial Services zusammen zu bringen? Ich bin mir sicher, dass Sie alle von den gemeinsamen Erfahrungen des heutigen Tages profitieren werden.“

Der verantwortliche Design Thinking Coach von DFS, Philipp Leiscar, sagte: „Für mich ist es spannend, wie Schüler auf die neuen Arbeitsmethoden bei uns reagieren und man sieht, dass sich die Schüler toll darauf einlassen und spannende Ideen daraus entwickeln. Arbeit bedeutet halt nicht mehr nur den ganzen Tag am Laptop und in Meetings zu sitzen. Die besseren Ergebnisse erzielen wir vor allem im Innovationsbereich, wenn wir unseren Arbeitsalltag dynamisch und interaktiv gestalten. Wie man sieht, kann das auch für den Alltag in der Schule gelten.“

Zum Abschluss entschied ein Voting, welche der Ideen weiterverfolgt werden. Acht Teilnehmer aus Schülern und DFS-Fachleuten entwickeln daraus in den kommenden Wochen die „Digitale Stadtrallye“.

 


Autor: Marcus Weber ist Projektleiter vom erlebnispädagogischen Programm move&do in Stuttgart. Während seines Sozialpädagogikstudiums entdeckte Marcus Weber seine Liebe zur Erlebnispädagogik. Der Erfolg gerade bei schwierigen Jugendlichen im Kontext von Schule hat ihn zur Konzeptionierung von move&do bewogen. Die Konzeptionierung fand im Rahmen seiner Diplomarbeit 2005 statt. Bei der Befragung von 136 Schulen in Stuttgart wurde ein hoher Bedarf an sozialem Kompetenztraining festgestellt.

Dank der Unterstützung durch Laureus Sport for Good gelang 2006 zusammen mit der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft und dem Sportkreis Stuttgarts der Kickoff. Somit war es von Beginn an möglich, die Schulklassen zu trainieren, die einen hohen Bedarf bei geringen finanziellen Möglichkeiten hatten.

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On März 26, 2018
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