Cup-Reihe im Körbe für Köln

Allgemein, Blog

23.03.2016

Einen Cup am Streetball Platz organisieren, wie schwierig kann das schon sein? Morgens hinfahren, ein paar Bälle unter den Arm und einen Spielplan erstellen – fertig! Im Nachhinein habe ich mir das Ganze doch ein wenig zu einfach vorgestellt. Seit Mitte der Vor-Woche sitze ich an der Planung und Organisation für den Sommer Cup aus unserer Körbe für Köln Cup-Reihe. In diesem Jahr wurde der Cup in das Kinder- und Jugendfest „Summer Vibes“ im Nippeser Tälchen eingereiht. Die Preise vom Partner congstar abholen, neue Urkunden brauchen wir auch noch, die Flyer und Poster sind auch gerade druckfrisch aus der Presse und ab wann können wir eigentlich am Samstag auf den Platz? All das hatte ich vorher nicht bedacht.

Nach einigen Telefonaten und Touren mit dem Auto steht schließlich alles für das Turnier am Samstag bereit. Kaum am Platz angekommen fängt es ordentlich an zu regnen, für ein Streetball Turnier natürlich eine katastrophale Ausgangslage. Nach Absprache mit der Summer Vibes Leitung verlegen wir das Turnier sicherheitshalber in die Halle. Laut Wetterbericht soll eineinhalb Stunden nach Turnierbeginn eine Regenfront über den Platz fegen, da spielen wir doch lieber in der Halle, bevor das Turnier sprichwörtlich ganz ins Wasser fällt. 3 Teamer sind bereits vor Ort. Urkunden, Bälle, Banner, Preise, Rollstühle – alles wird in die Halle verfrachtet. Das Team ist eingespielt und man merkt, dass alle dies nicht zum ersten Mal machen. So einen reibungslosen Ablauf kann man sich nur wünschen.

Zu Turnierbeginn haben sich letztlich 5 Teams zum Sommer Cup von Körbe für Köln eingefunden.In der erstenRunde treffen die „NBA Court Players“ auf „Was weiß ich“, gleichzeitig trifft „China Pfanne“ auf „Ball is life“- mehr oder weniger kreative Teamnamen. „The Squad“ hat in der ersten Runde spielfrei.8 Minuten durchlaufende Zeit, hier kommen einige gegen Ende der Spielzeit schon ein wenig aus der Puste. Alle sind gut drauf, haben Spaß, kämpfen um jeden Ball und spielen fair – genauso soll Streetball aussehen. In der dritten Spielrunde kam dann ein Moment,der im Sport leider auftreten kann: Ein Spieler knickt um, für ihn ist das Turnier gelaufen. Schmerz­verzerrt humpelt er vom Feld, seine Teammates stützen ihn. Ein Eispack später kann er schon wieder lachen und schaut sich das Turnier bis zum Ende an.

Nach einigen gespielten Runden zeichnet sich langsam eine Favoritenrolle ab. Die „NBA Court Players“ konnten jedes Spiel in der Vorrunde für sich entscheiden. Bevor es die Finalspiele gibt, wird allerdings erst noch der 3er Contest durchgeführt – das darf bei keinem Turnier fehlen. Jan – vom leider sieglosen Team „Was weiß ich“- setzt sich schließlich mit 4 Treffern bei 5 Versuchen deutlich durch, 80%, das ist mal eine Hausnummer. Dafür geht Jan glücklich mit einem Smartphone von unserem Partner congstar nach Hause.

Mit einer Spielzeit von 12 Minuten geht es anschließend im Halbfinale weiter. „The Squad“ und „Ball is life“ können sich leider nicht durchsetzen und spielen in der Folge das Spiel um Platz 3 aus. „Ball is life“ gewinnt in einer engen Partie schließlich kann mit 3 Punkten Vorsprung und holt sich Platz 3. In einer ebenfalls engen Partie kann sich im Finale letztlich das Team von den „NBA Court Players“ gegen die „China Pfanne“ durchsetzen. Ohne eine Niederlage sind sie durch das ganze Turnier gekommen – das nennt man wohl verdient. Die Preise und Urkunden werden übergeben und sowohl das Orgateam und die Gewinner ernten Applaus. „Nächste Woche kommen wir auch nach Mülheim“, ruft uns noch jemand beim Verlassen der Halle zu. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Anschließend das große Reinemachen. Alles wieder zusammenräumen, Müll weg, Körbe hoch und alle Materialen ins Auto. Kaum verlassen wir die Halle fängt es in Strömen an zu regnen – was für ein Timing. Gegen 20 Uhr ist mein Arbeitstag auch beendet – ich bin leicht kaputt, aber dennoch stolz. Beim Streetball kann einfach jeder mit jedem spielen – Hautfarbe, Herkunft oder Sprache sind egal, das zeigen unsere Cups jedes Mal!

Nun ist es wieder so weit: Das Jahr 2016 startet neu und Sascha, die Projektleitung, ist mit uns in die Event-Jahresplanung gegangen. Auch für dieses Jahr stehen 5 Cup Termine aus, die wir Teamer als Eventmanager vor Ort organisieren und durchführen dürfen. Das wird spannend – insbesondere, weil wir zunehmend auch Flüchtlinge (auch in den Reihen der Peer-Teamer) haben. Ich freu mich schon sehr auf diese Aufgabe. So können wir unser Wissen auch an die nachwachsenden Teamer weitergeben. Wir werden Euch gern berichten, wie es läuft.

Autoren:

Felix Mattes ist seit 3 Jahren Teamer im Laureus Projekt Körbe für Köln e.V. Er betreut einige Angebote im Ganztag an einer Realschule, der Gemeinschaftsschule Mülheim, der Tages- und Abendschule TAS Mülheim und einen Streetballplatz in Bilderstöckchen. Im Verein werden die jungen Teamer fit gemacht für ein Ehrenamt im Sport: Entsprechend werden die Teamer zu Eventmanagern und gestalten eigenverantwortlich die CupReihe im KfK (4 StreetballCups, 1 MidnightCup, 1 NRW Streetball-Tour und 1 Inklusiver Xmas Cup). Felix ist zugleich Student der Sportwissenschaften an der DSHS Köln und verfasst zurzeit, angedockt an die Projekte des Körbe für Köln e.V. seine Examensarbeit zum Thema Sport und Inklusion im schulischen Ganztag. Felix war Teil des Projekt-Teams ‚IntegrationMIT‘, das vom Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Rassismus und Extremismus in Berlin in 2013 als Modellprojekt ausgezeichnet wurde.

Antje Sterner ist seit 2 Jahren Teamerin im Projekt und betreut Mädchenangebote im Verein, u.a. bei der TAS Mülheim, aber auch die Mädchenarbeit bei Events und Aktionen wie dem Kindersportfest, Inklusiven oder Integrativen Sporttagen sowie den 5 Cups im Körbe für Köln e.V. Als Förderin der Mädchenarbeit im Verein ist sie wichtiges Vorbild für unsere weiblichen Heranwachsenden mit und ohne Migrationshintergrund. Sie war Teil des Frauenförder-Teams der Preisträgermaßnahme ‚Mädchenförderung im Körbe für Köln‘ aus dem Programm Integration durch Sport, das im Jahr 2014 von Katjes als Modellprojekt zur Mädchenarbeit ausgezeichnet wurde.
 

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On März 23, 2016
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